PharmaForum 2025 – Innovation braucht Vernetzung
Am 13. März 2025 wurde in den Kurhaus-Kolonnaden Wiesbaden deutlich, was die Gesundheitswirtschaft in unserer Region auszeichnet: Innovationskraft, interdisziplinärer Dialog und der Wille zur Zusammenarbeit. Das Medical Device Innovation Center (MIC) der Universitätsmedizin Mainz war als Aussteller Teil dieses lebendigen Austauschs.
Das vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller e. V. gemeinsam mit den Wirtschaftsministerien von Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland organisierte PharmaForum brachte rund 250 Expertinnen und Experten aus Forschung, Industrie und Politik zusammen. In seiner Eröffnungsrede betonte der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kaweh Mansoori, die strategische Bedeutung eines engen länderübergreifenden Schulterschlusses für Wettbewerbsfähigkeit und medizinischen Fortschritt.
Auch die politische Begleitung der Ausstellung unterstrich diese Relevanz: Staatssekretärin Petra Dick-Walther nahm sich im Rahmen eines Rundgangs Zeit für Gespräche mit den Ausstellenden und hob die Bedeutung starker Netzwerke für die Gesundheitswirtschaft hervor.
Inhaltlich spannte das Programm den Bogen von historischen Impulsen – etwa dem Vermächtnis Paul Ehrlichs – bis zu hochaktuellen Entwicklungen wie Phagentherapien, virtuellen Patient*innen in der Wirkstoffentwicklung und neuen Ansätzen in der Gen- und Zelltherapie. In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass der Weg von der Idee zur Patientinnen- und Patientenversorgung neben wissenschaftlicher Exzellenz auch tragfähige regulatorische und gesundheitsökonomische Rahmenbedingungen erfordert.
Einen konkreten Einblick in innovative Herstellungsansätze gab der Beitrag „Smart Manufacturing – Personalisierte Medikation in der (Kinder-)Onkologie“ von Prof. Dr. med. Alexandra Russo und Dr. Marija Tubić Grozdanis (Universitätsmedizin Mainz). Vorgestellt wurden moderne Verfahren zur individualisierten Arzneimittelherstellung, die neue Perspektiven für patientenspezifische Therapiekonzepte eröffnen.
Gerade diese Verbindung von technologischer Innovation, klinischer Anwendung und regulatorischem Rahmen verdeutlicht die zentrale Aufgabe des MIC: translationale Entwicklungen strukturiert in Richtung Umsetzung zu begleiten und den Transfer in die Versorgung aktiv mitzugestalten.
Unser Fazit: Das PharmaForum 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, dass Innovation dort entsteht, wo interdisziplinäre Expertise auf starke Netzwerke trifft. Als MIC freuen wir uns, diesen Prozess weiterhin aktiv mitzugestalten.



